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«Nachhaltige Rentabilität geniesst erste Priorität»

Interview mit Erich Walser, Präsident des Verwaltungsrates und CEO

Daniel Schläpfer: Herr Walser, die Helvetia Patria ist mit einer neuen Strategie ins laufende Jahr gestartet. Welches sind die Merkmale dieser Strategie?

Erich Walser: Die überarbeitete Strategie ist nicht grundsätzlich neu. Wir halten nach wie vor an unserem bewährten Geschäftsmodell fest. Dabei wollen wir uns aber noch konsequenter auf unsere Stärken und komparativen Vorteile konzentrieren. Dazu gehört in allen Ländermärkten die Fokussierung auf das Geschäft mit Privatkunden sowie kleineren und mittleren Unternehmungen.

Im Rahmen der wertorientierten Führung sollen die Geschäftseinheiten an finanziellen Kennzahlen gemessen werden. Welches sind die aktuellen Zielgrössen?

Hauptziel stellt die Erreichung einer genügenden Rentabilität dar. Allen Geschäftseinheiten wurde ein nachhaltiges Eigenkapital zugewiesen, welches es uns ermöglicht, die Rentabilität nach ökonomischen Kriterien zu messen. Je nach Geschäftsgebiet fallen die Erwartungen unterschiedlich aus und bewegen sich nach Steuern zwischen 8 und 15 Prozent. Eine weitere Zielgrösse stellt im Nicht-Lebengeschäft die Combined Ratio dar, welche unter 100 Prozent liegen muss. Um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen, ist zudem ein marktübliches Wachstum zu erzielen.

Die Strategie wird durch drei gruppenweite Initiativen wirkungsvoll unterstüzt. Was sind deren Ziele?

Die drei Initiativen unterstützen uns bei der erfolgreichen Umsetzung der neuen Strategie. Neben einer stärkeren Ausrichtung unseres Angebots auf vermögende Privatkunden wollen wir uns vor allem als Qualitäts- und Serviceführer etablieren. Im Ausland gilt es, sich von den Mitbewerbern mittels einer klaren schweizerischen Identität abzuheben.

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